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Anke Stöver-Blahak, Hannover: Ästhetische Kommunikation im Fremdsprachenunterricht – Sprechen und Vortragen mit Gedichten

„Ich habe es eher als ein Arbeitswerkzeug betrachtet als ein richtiges Gedicht.“[1]

Eine gute und verständliche Aussprache, ein sicheres, selbst-bewusstes Auftreten sind in nahezu allen akademischen Kontexten entscheidende Grundlagen für einen gelungenen Vortrag – insbesondere, wenn in einer Fremdsprache gesprochen wird. Genau diese Fertigkeiten werden gezielt durch die Erarbeitung einer Sprechfassung eines Gedichtes aufgebaut und trainiert. In dem Workshop wird dazu zunächst dargestellt, wie nach dieser Methode in einem DaF-Kurs „Mündliche Kommunikation“ (C1) am Fachsprachenzentrum der Leibniz Universität Hannover gearbeitet wird. Beispielhaft wird gezeigt und durchgespielt, wie Studierende durch das wiederholte Sprechen eines „fertigen“ Textes von der Generierung von Inhalten, Einhaltung von Grammatikregeln etc. entlastet werden und sich dadurch effektiv auf Phänomene wie Aussprache, Prosodie, Rhythmus oder auch Mimik, Gestik, Haltung fokussieren können. Gemeinsam werden Kriterien für einen guten Vortrag entwickelt. Die Vorträge werden durch mehrere Feedbackschleifen (innerer Monitor, Peer-Feedback, Videoaufzeichnungen) optimiert, bis eine Sprechfassung entsteht, die sowohl der vortragenden Person, als auch dem Gedicht und der Vortragssituation gerecht wird. Der Unterricht gibt den TeilnehmerInnen einen Rahmen, innerhalb dessen sie autonom an den Phänomenen arbeiten können, die sie als für sich bedeutsam identifiziert haben.


[1]  Zitat Probandin Natalia, Skype-Interview (vgl. Stöver-Blahak 2012: 246)