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Stefanie Giebert: Von Kühlsaugern und Notwasserungen: performative Fremdsprachendidaktik in technischen Studiengängen

2017 habe ich begonnen, performative Elemente in einen Pflichtkurs Deutsch als Fremdsprache am Studienkolleg Konstanz zu integrieren, um den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten und die Motivation für das Fach Deutsch zu erhöhen. Deutsch ist neben Naturwissenschaften Teil des Kurses, wird von den Studierenden aber oft als weniger wichtig angesehen (Lernumfrage im Kurs 2018), da die KursteilnehmerInnen sich auf ein Studium eines technischen Faches in Deutschland vorbereiten.

Die Integration dieser Elemente erfolgte mit mehreren Zielsetzungen: Förderung der mündlichen Kompetenzen in einer heterogenen Gruppe, Förderung von sozialen Kompetenzen (Kooperation und Teamarbeit), eine interdisziplinäre Öffnung und die Ergänzung eines stark kognitiv orientierten Unterrichts um emotionale und körperliche Aspekte.

In der Umsetzung performativer Ansätze gab es verschiedene Herausforderungen: die Rechtfertigung von spielerischen und künstlerischen Aspekten im Unterricht, fachliche Anforderungen (Kursfokus auf Sachtexten und wissenschaftssprachlichen Strukturen zur Vorbereitung auf DSH- Prüfung[1]) sowie die räumlichen, zeitlichen und institutionellen Rahmenbedingungen, wie sie auch DiNapoli, 2009, Kelly & Krishnan, 1995 sowie Ludovice et al., 2010 bei der Diskussion ähnlicher Projekte erwähnen.

Im Workshop werden einige im Unterricht erprobt Formate gezeigt und durchgespielt und das Konzept eines performativen Abschlussprojektes kurz vorgestellt. Anschließend wird diskutiert, warum diese Formen für die Zielgruppe funktionierten und wie/ob performative Elemente in der Fremdsprachendidaktik in technischen Studiengängen stärker integriert werden sollten. 

 

Literatur:

Dinapoli, Russell. „Using Dramatic Role-Play to Develop Emotional Aptitude“. International Journal of English Studies, Bd. 9, Nr. 2, 2009, S. 97–110. revistas.um.es, doi:10.6018/90771.

Kelly, Renata K., und Lakshmy A. Krishnan. „“Fiction talk” in the ESP classroom“. English for Specific Purposes, Bd. 14, Nr. 1, Januar 1995, S. 77–86. CrossRef, doi:10.1016/0889-4906(94)00021-5.

Ludovice, Peter J., et al. Improvisation for Engineering Innovation. 2010, S. 1–17.


[1]          = DSH ist die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang